„Gott ist die Liebe“

Auch in diesem Jahr konnten wir das Hochfest Heiligstes Herz Jesu wieder mit einer Jesusnacht feiern: diesmal in Maria Frieden. Zahlreiche junge Erwachsene waren dabei. 

Wie es für ein Hochfest angemessen ist, wurde die Messe zum Beginn des Abends besonders feierlich gestaltet. Herzlichen Dank an unsere Organisten, Lektoren, Kantor und Messdiener, die das ermöglicht haben! In seiner Predigt ging Dechant Wigbert Schwarze auf die Herz-Jesu-Frömmigkeit ein, die in früheren Zeiten vielleicht stärker ausgeprägt war als heute. So wurden um 1900 herum neu gebaute Kirchen häufig dem Herzen Jesu geweiht, wie zum Beispiel an seiner früheren Wirkungsstätte Bremerhaven. Durch die dortige große Gruppe portugiesischer Katholiken hat Wigbert auch ihre Frömmigkeitsformen kennen und schätzen gelernt. Und auch in Göttingen sind viele fremdsprachige Gemeinden zuhause, besonders zahlreich die polnische und kroatische. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des katholischen Lebens in unserer Stadt. 

Wenn wir das Herz Jesu verehren, feiern wir die Liebe Gottes zu uns Menschen, zu allen Menschen. Auf diese Liebe können wir nur antworten, indem auch wir unsere Mitmenschen lieben und so Gemeinschaft untereinander und mit Gott haben. 

Nach der Aussetzung des Allerheiligsten haben wir die Tradition der Weihe an das Herz Jesu aufgegriffen und alle eingeladen, ein Weihegebet zu sprechen, das Papst Johannes Paul II. formuliert hat: Herz-Jesu-Frömmigkeit in der Sprache unserer Zeit. 

Die Anbetungszeit gestalteten dann Andreas und Christina mit ruhigem Lobpreis sowie Rhett und Steven mit Herz-Jesu-Liedern und Orgelmusik. Viele nutzten die Gelegenheit zur Beichte bei Dechant Schwarze oder Gesprächen mit Diakon Wirth und vertrauten Jesus ihre Anliegen an im persönlichen Gebet oder schriftlich. 

Mit dem Nachtgebet zum Hochfest und dem eucharistischen Segen ging diese Jesusnacht zu Ende. Die nächste feiern wir am Freitag, dem 28. August 2026, wieder in Maria Frieden.